Rendezvous der Träume
Der Besuch der Ausstellung »Rendezvous der Träume« in der Hamburger Kunsthalle war für mich als Künstler im Bereich der abstrakten Malerei ein sehr inspirierendes Erlebnis. Die Ausstellung bringt zentrale Werke des Surrealismus mit Gemälden der deutschen Romantik in einen unerwartet intensiven Dialog – und zeigt dabei auf, wie nah sich scheinbar weit entfernte Kunstrichtungen sein können. Der Surrealismus entstand in den 1920er-Jahren als künstlerische und geistige Bewegung, die sich von Logik, Vernunft und bewusster Kontrolle befreien wollte. Geprägt vom Einfluss der Psychoanalyse Sigmund Freuds, begaben sich surrealistische Künstler wie Max Ernst auf die Suche nach einer tieferen Realität – der Welt der Träume, des Unbewussten, der inneren Bilder. Ihre surrealistischen Arbeiten treten hier in der Kunsthalle in einen anregenden Austausch mit Werken