Lassnig Munch
Manchmal sind es gerade die Ausstellungen, auf die man sich besonders freut, obwohl – oder vielleicht gerade weil – die gezeigten Künstlerinnen und Künstler nicht zu den persönlichen Favoriten gehören. So ging es mir mit der Ausstellung »Malfluss = Lebensfluss. Maria Lassnig und Edvard Munch« in der Hamburger Kunsthalle, die ich am vergangenen Wochenende besucht habe. Weder Maria Lassnig noch Edvard Munch zählen zu den Künstlern, deren Werke mich spontan begeistern. Lassnigs Bilder empfand ich bislang oft als verstörend, Munchs Arbeiten dagegen als dunkel, melancholisch und manchmal sogar bedrückend. Umso neugieriger war ich auf die Frage, die die Ausstellung bereits in ihrer Ankündigung aufwirft: Welche Gemeinsamkeiten können zwei Künstlerpersönlichkeiten verbinden, die auf den ersten Blick so unterschiedlich erscheinen? Die Antwort darauf entfaltet sich