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Art Blog

C Dancer

Gesellschaftliche Entwicklungen, Stimmungen und Sehnsüchte unserer Zeit werden jedes Jahr aufs Neue von sog. Trendscouts beobachtet. Aus diesen Analysen entstehen Prognosen – und schließlich eine Farbe, die das kommende Jahr prägen soll. Die Firma Pantone ist dabei nur eine von mehreren Institutionen, die eine „Farbe des Jahres“ küren, doch ihre Wahl findet besonders großen Widerhall in Mode, Interior, Design – und natürlich auch in der Kunst. Kein Wunder also, dass ich jedes Jahr neugierig schaue: Welche Farbe steht im Fokus? Nicht, um mich daran zu orientieren oder ihr zu folgen – sondern um zu verstehen, welche Stimmung unsere Gegenwart gerade formt. 2026 ist es ein Weiß geworden. Eine Nicht-Farbe, könnte man sagen. Pantone beschreibt dieses Weiß als ein „wogendes Weiß“, das

Für Hilde

sollen rote Rosen regnen. Heute, am 28. Dezember 2025, wäre Hildegard Knef 100 Jahre alt geworden. Ein Anlass, der nicht nur zur Erinnerung einlädt, sondern auch zur Auseinandersetzung mit einer sehr außergewöhnlichen Künstlerin. Das Wolfgang Borchert Theater in Münster hat diesen Geburtstag zum Anlass genommen, die Inszenierung „Der Teufel und die Diva“ noch einmal in den Spielplan aufzunehmen. Ich habe mir die Vorstellung gestern angeschaut – und war tief beeindruckt. Das Stück nähert sich Hildegard Knef nicht biografisch-nacherzählend, sondern existenziell. Die Diva erfährt aus dem Radio von ihrem eigenen Tod und findet sich in einer düsteren Zwischenwelt wieder. Dort wird sie vom „Geist, der stets verneint“ mit unbequemen Fragen konfrontiert. Was bleibt vom Mythos? Was bleibt nach dem Tod? Vielleicht eine Zigarette.

Video

Wie können wir Kunst wirklich betrachten – jenseits von allgemeinen Aussagen wie »Gefällt mir« oder »Versteh ich nicht«? In diesem Video spreche ich über eine Frage, die mir häufig gestellt wird: »Was willst du denn damit ausdrücken?« Aus dieser oft gehörten Frage ist dieses Video entstanden. Ich stelle 6 Leitfragen vor, die helfen können, sich einem Kunstwerk auf eigene Weise zu nähern – offen, neugierig und ohne sofortige Bewertung. Ich gebe dabei auch meine eigenen Gedanken und Antworten als Künstler – aber das Entscheidende bleibt: Sie dürfen (und sollen) Ihre ganz eigenen Antworten finden. Meine 6 Leitfragen zum Betrachten von Kunst: 1. Was genau ist hier zu sehen, zu erkennen? 2. Wird ein Thema angesprochen? Welches? 3. Wie passt das Werk zum Ausstellungsort? 4. Was will der

Impuls

Coaching mit Kunstwerken – wenn Bilder, Worte, Klänge zum Spiegel werden Kunst kann weit mehr sein als nur ästhetischer Genuss: sie bewegt, irritiert, inspiriert – und manchmal zeigt sie uns Seiten von uns selbst, die wir längst vergessen oder nie richtig angeschaut haben. Im Coaching mit Kunst geht es genau darum. Nicht um Interpretation im kunsthistorischen Sinn, sondern um das eigene Erleben. Um das, was ein Kunstwerk in uns auslöst – an Gedanken, Gefühlen, Erinnerungen oder Ahnungen. Das kann beim Besuch einer Ausstellung geschehen, gemeinsam mit einem Coach, der Fragen stellt und Denkanstöße gibt. Oder beim Betrachten eines einzelnen Bildes, das uns auf rätselhafte Weise „anschaut“. Vielleicht taucht plötzlich eine Erinnerung auf. Vielleicht spüren wir eine Resonanz, einen Widerstand oder ein

City Advent

»Maria durch ein Dornwald ging« Jedes Jahr in der Adventszeit zieht es mich in die Überwasserkirche in meiner Heimatstadt Münster. Mit dem City Advent entsteht dort ein besonderer Ausstellungsraum – einer, der Kunst, Spiritualität und Zeitgeschehen miteinander verwebt. In den vergangenen Jahren war ich oft beschwingt, manchmal sogar fast heiter, aus der Kirche herausgegangen. Ich erinnere mich an den Mond, an leuchtende Prismen, an Installationen, die Leichtigkeit und Staunen erzeugten. In diesem Jahr ist das anders. Die Ausstellung trägt den Titel »Maria durch ein Dornwald ging« – ein vertrautes adventliches Bild, das bereits im Titel Schmerz, Widerstand und Verletzlichkeit anklingen lässt. Als ich im Vorfeld die Beschreibung der Ausstellung und einiger Exponate gelesen habe, war ich ehrlich gesagt skeptisch. Klimawandel, Müll, Folter,

Nachlese

Die ART COLOGNE ist jedes Jahr ein fester Termin in meinem Kalender – und das nicht ohne Grund. Sie ist eine der ältesten und auch eine der bedeutendsten Kunstmessen überhaupt. Seit ihrer Gründung 1967 – damals noch unter dem Namen Kölner Kunstmarkt – hat sie Maßstäbe gesetzt. Ihr Anliegen ist es, Kunst sichtbar und erlebbar zu machen, Brücken zwischen Galerien, Sammlern und Künstlern zu bauen und das aktuelle Kunst-Geschehen zu spiegeln. Kurz: Wer wissen möchte, wohin sich der Kunstmarkt bewegt, kommt an Köln nicht vorbei. Schon beim Betreten der Messehallen spürt man diese besondere Mischung aus Erwartung, Neugier und leichtem Rauschen – ein Klangteppich aus Gesprächen, Schuhklacken und gedämpftem Staunen. Besonders erfreulich: Die abstrakte Malerei hat wieder an Sichtbarkeit gewonnen. Nach

Rendezvous der Träume

Der Besuch der Ausstellung »Rendezvous der Träume« in der Hamburger Kunsthalle war für mich als Künstler im Bereich der abstrakten Malerei ein sehr inspirierendes Erlebnis. Die Ausstellung bringt zentrale Werke des Surrealismus mit Gemälden der deutschen Romantik in einen unerwartet intensiven Dialog – und zeigt dabei auf, wie nah sich scheinbar weit entfernte Kunstrichtungen sein können. Der Surrealismus entstand in den 1920er-Jahren als künstlerische und geistige Bewegung, die sich von Logik, Vernunft und bewusster Kontrolle befreien wollte. Geprägt vom Einfluss der Psychoanalyse Sigmund Freuds, begaben sich surrealistische Künstler wie Max Ernst auf die Suche nach einer tieferen Realität – der Welt der Träume, des Unbewussten, der inneren Bilder. Ihre surrealistischen Arbeiten treten hier in der Kunsthalle in einen anregenden Austausch mit Werken

Wunderbild

Mit der Spraypistole und kräftigen Acrylfarben verwandelt die international bekannte Künstlerin Katharina Grosse (Jg. 1961) Innen- und Außenräume in monumentale, begehbare Farblandschaften. Dabei sprengt sie die Grenzen zwischen Zwei- und Dreidimensionalität und fordert die Besucherinnen und Besucher auf, ihre Seh- und Denkgewohnheiten zu erforschen. Das Wunderbild in den Hamburger Deichtorhallen besteht aus zwei etwa 60 Meter (!) langen und deckenhohen bemalten Stoffbahnen, die man durchlaufen und von beiden Seiten (und ebenfalls von den Hinterseiten) betrachten kann. Erstmalig arbeitet die Künstlerin hier mit Hilfe von Schablonen ganz bewusste Leerstellen in ihre Stoffbahnen ein - die sehen wie Fenster aus und geben dem Werk eine architektonische Note. Dieses Wechselspiel von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit öffnet die eigene Vorstellungskraft und lässt eigene Interpretationen zu.

KiM2024

Im Rückblick: Kunst in Mecklenbeck 2024 Das Festival, das einmal mehr kreative Bürgerinnen und Bürger aus Münsters Stadtteil Mecklenbeck zusammengebracht hat! Egal ob Profi oder Laie, jeder, der in Mecklenbeck lebt oder arbeitet, hatte die Möglichkeit, seine Kunstwerke auf dem Hof Hesselmann einem breiten Publikum zu präsentieren. Von ausdrucksstarken Zeichnungen und Malereien über faszinierende Fotografien bis hin zu einzigartigen Skulpturen sowie großen und kleinen Objekten – die Vielfalt war wieder enorm! Sehr gefreut haben wir uns über die Teilnahme der örtlichen Peter-Wust-Schule, die in diesem Jahr erstmals mit einem tollen Auftritt des Schulchors zum bunten Programm beigetragen haben. Kunst in Mecklenbeck hat sich mittlerweile als feste Größe und beliebte Veranstaltung etabliert und die Vorfreude auf das Event war im ganzen Stadtteil

YouTube

... wird 20 Jahre alt. Drei Freunde meldeten am 14. Februar 2005 die Domain youtube.com an. Ursprünglich wollten sie damit eine Dating-Website schaffen, auf der die Nutzer kurze Videos hochladen konnten, um sich vorzustellen. Doch dieses Konzept wurde schnell verworfen und YouTube entwickelte sich rasch zu einer allgemeinen Videoplattform. Den ständig wachsenden Kosten für das Streaming standen aber nicht genug Einnahmen gegenüber, so dass die drei Freunde nach einem solventen Kapitalgeber Ausschau hielten. Den fanden sie in Google, dem Suchmaschinen-Konzern, der die YouTube-Plattform im Oktober 2006 für 1,65 Milliarden Dollar übernahm. Seitdem wächst YouTube rasant weiter und ist heute das größte Videoportal der Welt. In Deutschland sind derzeit etwa 25.000 Vollzeit-Jobs mit dem System YouTube verknüpft. Die "Creators" verdienen ihr Geld